Und wieder geht es um unsere Gesundheit

Deutschlands oberster Kassenarzt will überfüllten Wartezimmern mit Sanktionen gegen Patienten beikommen: Es könne nicht sein, dass Versicherte beliebig oft zu beliebig vielen Ärzten gehen. Die Krankenkassen kritisieren den Vorstoß deutlich.

Was soll eigentlich noch alles auf uns zukommen? Überfüllte Wartezimmer, Schließung von Krankenhäusern, überfüllte Notfallambulanzen, Installation von Organspendezentren, Impfpflicht, etc. An die Zuzahlungen für Medikamente haben wir uns ja schon gewöhnt. Ärmere Menschen können sich das kaum noch leisten. Was wirklich schockierend ist, dass bei der Organentnahme ein aktiver Widerspruch vorliegen muss, wenn man dagegen ist. Ich stelle mir vor, wenn dieser Widerspruch erst nach der Entnahme gefunden wird? Und wie ist es mit der Impfpflicht? 2500 € soll jemand zahlen, der sich nicht impfen läßt. Nun gibt es aber auch Menschen, die eine Impfung aus gesundheitlichen Gründen nicht vertragen. Jetzt kommen wir wieder zu den überfüllten Praxen und den überforderten Ärzten. Ob sie die Zeit aufbringen können, diese Unverträglichkeit auch wirklich festzustellen oder muss der Patient dann mit den Folgen der körperlichen Schädigung oder Einschränkung leben oder zahlen?


© header image Marcelo Hernandez

3 Gedanken zu “Und wieder geht es um unsere Gesundheit”

  1. Was ist denn „zu oft“? Es gibt schwere Erkrankungen, die häufige Arztbesuche erforderlich machen. Mitte 20 hatte ich noch so schweres Asthma, dass ich täglich zur Infusion beim Arzt saß. Es gibt auch bestimmte Diagnosen, die häufige Besuche erfordern. Manche Erkrankungen sieht man nicht sofort. Gilt dies nur für niedergelassene Ärzte oder auch Notaufnahmen? Krankheiten dürfen nicht bestraft werden, auch nicht die, die erst durch sehr lange Diagnosewege festgestellt werden. Denn es auch sehr seltene Krankheiten, die auch Spezialisten nur schwer diagnostizieren können.

  2. Was der Herr Gassen da anspricht, ist nicht ganz falsch. Jeder sollte das Recht auf eine ärztliche Zweitmeinung haben, wenn es um Entscheidungen einschneidender Art geht. Aber es muss auch Grenzen geben, damit die Kapazitäten nicht überfordert werden. Das beklagte Anspruchsdenken gibt es tatsächlich auch. Früher hatte man zuviel Respekt vor Weißkitteln, heute wird ein Arztbesuch mitunter eingeordnet wie ein Besuch beim Friseur.

  3. Die Strafe bei der Impfpflicht ist 2500 Euro. Wen trifft es denn? Die ganze Mittel und Unterschicht. Ich glaube nicht das die Oberschicht diesen Müll mitmacht. Ich bin dafür das die Strafe für Impfpflichtverweigerer bei 50% des Monatsgehalts angesetzt wird, so entsteht wieder Gleichberechtigung für alle und das Problem löst sich von selbst. Die ganze Gesundheitspolitik ist nur noch auf Profit ausgerichtet und lässt selbst den schlechtesten Arzt eine volle Praxis haben.

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