Strompreise sind dreiste Abzocke

Sahra Wagenknecht: Während den Verbrauchern in die Tasche gegriffen wird, hofiert die Bundesregierung die Energiekonzerne.

Was für eine dreiste Abzocke: Viele Stromanbieter haben ihre Preise schon Anfang des Jahres erhöht, jetzt folgen Eon und weitere Energiekonzerne. Um durchschnittlich acht Prozent steigen die Stromkosten für rund vier Millionen Menschen in Deutschland*. Für eine normale Familie heißt das: zusätzliche Kosten von 100 Euro und mehr im Jahr. Wer sich das nicht leisten kann, sitzt schnell im Dunkeln – schon bei hundert Euro Rückstand kann der Strom vier Wochen nach einer Mahnung abgedreht werden.

Während den Verbrauchern in die Tasche gegriffen wird, hofiert die Bundesregierung die Energiekonzerne. Als „Entschädigung“ für den Kohleausstieg sollen sie vier Milliarden Euro erhalten. Das Geld wäre bei den Beschäftigten und den betroffenen Regionen allemal besser aufgehoben. Denn eigentlich müsste man die Energiekonzerne für ihren Raubbau an der Natur zur Kasse bitten, statt ihnen ihre alten Kohlekraftwerke noch mit Steuergeldern zu vergolden. Aber vielleicht winkt für so viel Großzügigkeit eine gut honorierte Anschlussverwendung für den einen oder anderen Spitzenpolitiker bei der Energiewirtschaft? Wir brauchen endlich wieder Politik für die Mehrheit statt der schamlosen Bedienung von Konzerninteressen!

*Laut dem Vergleichsportal Verivox haben für Februar bis April 86 Stromanbieter eine Steigerung der Preise angekündigt, um durchschnittlich 8,1 Prozent.

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