Partei ergreifen

Keine Partei hat bei den Landtagswahlen so viel Schwund verkraften müssen wie die Linke. Ihre Stimmen gingen vor allem an die AfD. Über die Gründe ist in der Partei ein Streit entbrannt. Dabei ist die Linke an ihrem Abstieg selbst schuld

„Die Linke“ ist gespalten, sogar in der öffentlichen Debatte. An die Stelle der klassischen Linksintellektuellen, die einst als Gewissen der Republik galten, sind selbstmitleidige Lamentierer getreten, die bei jeder Gelegenheit Unrecht und Diskriminierung wittern und deren Aversion gegen die vermeintlich „anders Denkenden“ auch vor Attacken, angeführt durch den eigenen Parteivorstand, auf die eigene Fraktionsvorsitzende nicht zurückschreckt. Dieser Selbstzerfleischungsprozeß ist offensichtlich nicht mehr aufzuhalten. Die Demokratie hat bessere Verteidiger verdient. Und die SPD? Der Wähler will keine großen Reden mehr hören. Er will endlich sehen, dass sich etwas bewegt in unserem Land. Er ist müde von leeren Versprechungen, die nach Absprachen mit dem Koalitionspartner CDU entweder im Nichts oder in unsozialen Gesetzgebungen enden. Herbert Wehner und Willy Brandt würden sich im Grabe umdrehen wenn sie wüssten was diese blutarmen SPD Politiker aus ihrer Partei gemacht haben.

Immer wieder lese ich, dass Sahra Wagenknecht eine Partei gründen soll. Ich selbst habe dafür plädiert. Nur sie alleine wird das nicht bewältigen können. Darum appelliere ich an alle Politiker in unseren Reihen: Organisiert euch und baut etwas neues auf. Eine „Neue Linke“. Es wird Zeit, was habt ihr zu verlieren? Damit wird ein Signal gesetzt, auch für Sahra. Es kann nicht so weitergehen, ja, das stimmt. Keine der jetzigen linken Parteien ist in absehbarer Zeit in der Lage, gegen diesen Rechtsruck etwas auszurichten.

Wir brauchen endlich soziale Gerechtigkeit und eine Zukunft, die wieder Hoffnung macht.

Sahra Wagenknecht: „Links heißt, nicht die Interessen der Eliten zu vertreten, sondern die der abstiegsbedrohten Mitte und der Ärmeren. Eine Politik, die die Situation dieser Menschen weiter verschlechtert, ist für mich nicht tragbar.“

7 Gedanken zu “Partei ergreifen”

  1. Die „Neue Linke“ mit Sahra an der Spitze ist genau das, was ich seit einem Jahr propagiere. Ich kann verstehen, dass Sahras Herz an ihrer Partei hängt, aber gegen die Dummheit des jetzigen Vorstands zu kämpfen, ist ein Kampf gegen Windmühlen, der sie krank gemacht hat. Darum, liebe Sahra, warte nicht bis zum nächsten Debakel in Thüringen, sondern handel jetzt!! Du wirst dich wundern, wieviel Rückhalt du erfahren wirst!

  2. Ich bin zwischenzeitlich nach den Wahlen in Brandenburg und Sachsen der Meinung, dass zwei Linke Parteien die fortschrittlichen Kräfte zersplittern. Die Linke muss sich einen Ruck geben und sich von den Kräften trennt, die die Partei in die jetzige Lage gebracht haben. Das sind in erster Linie die Spitzenpolitiker Kipping und Riexinger, aber auch jene, die nur durch agressive und hinterhältige Stimmungsmache gewirkt haben.
    Mit Sahra Wagenknecht an der Spitze und vernünftigen Streitern, die die Probleme
    und deren Lösung in der Gesellschaft als ihre Aufgabe in der Partei ansehen und die Realität im Auge behalten, können der Linken wieder Zuspruch bringen. Auch sollte die Linke hier und dort über ihren eigengen Schatten springen, wenn es gegenwärtig nicht gelingt, ihre Philosophie allumfassend durchzusetzen, und Bündnisse mit friedenssichernden und fortschrittlichen Kräften eingehen.

  3. Ich bin dabei , es gibt einige Hunderttausende die das selbe sagen , es ist schon 12.30 und schon lange nicht mehr 5 vorn 12 , wenn jetzt nichts geändert wird werden 95% aller Deutschen am Hungertuch nagen , ob Kinder , Rentner oder Arbeiter/rin , die restlichen 5% ist die sogenannte“ Elite “ super Reiche und Politiker , die auf das verarmte Volk treten , genießen das Leben in vollen Zügen und kommen vor lache nicht in den Schlaf , ach nein wie doof ist das deutsche Volk…

  4. So Kann es nicht weitergehen wir brauchen eine neue Linke Partei die was zum Positiven verändert mit Sahra Wagenknecht und anderen für eine Soziale Politik für die Menschen.

  5. Auf den Wahlkampf in Thüringen muss wohl keine Rücksicht genommen werden. Er ist ohnehin auf Bodo Ramelow ausgerichtet. Wenn die Linke in Thüringen klar kommuniziert, was erreicht werden konnte und was warum nicht, dann gibt es durchaus die Chance, das die Wahl in Thüringen deutlich positiver ausgeht als anderswo. Eine Parteineugründung sollte allerdings erst nach dieser Wahl und nach dem SPD-Parteitag auf die Tagesordnung kommen, wenn es wirklich nicht anders gehen sollte. Das ist aber nur meine bescheidene Meinung als parteiunabhängiger Aufsteher, nachdem ich mich ein Jahr verstärkt mit der politischen Situation in Deutschland und der Welt befasst habe.

  6. Lt. einer Umfrage ist Sahra nach Merkel die beliebteste Politikerin Deutschland´s ( Juni ) der Vorstand muß aus den letzten Wahlen Konsequenzen ziehen und zurücktreten! Ein Intrigantenstadel kann nicht erfolgreich sein..

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