Neue Partei ?

Sahra ist kritisch, auch selbstkritisch genug, aber sie ist die letzte in der Partei, die für existente Defizite, die in ihrer eigenen Partei herrschen, verantwortlich gemacht werden kann. Und trotzdem nimmt sie den Ball auf, den andere wegkicken. Lest folgende Aussagen aus einem Interview vom letzten Jahr.

Sahra Wagenknecht: „Natürlich müssen wir so viele Menschen wie möglich erreichen, vor allem solche, denen es nicht gut geht und deren Interessen von den Regierungen seit Jahren mit Füßen getreten werden. Seit der Agenda 2010 sind viele Menschen abgestürzt, sie arbeiten in Leiharbeit oder anderen Niedriglohnjobs, sie leben von Hartz IV oder schlechten Renten. Ein Teil von ihnen hat aus Enttäuschung und Wut AfD gewählt. Es ist nicht unsere Aufgabe, diese Wähler zu beschimpfen, sondern wir müssen uns fragen, warum es uns nicht gelungen ist, sie für die LINKE zu gewinnen.“
Ich könnte eigentlich die Frage gleich an die Parteivorsitzenden der Linken, Riexinger und Kipping, weiterreichen. Obwohl mir eine Frage mehr unter den Fingernägeln brennt: Warum zieht sie sich den Schuh immer noch an ? Hat sie nicht lang genug versucht, die Partei auf den richtigen Kurs zu bringen und ist gegen die innerparteiliche Ignoranz-Wand gelaufen ? Wenn „Die Linke“ nicht bald klare Zeichen setzt und Sahra den Vorsitz anbietet gibt es für Deutschland nur eine Option, um den Sozialstaat wiederherzustellen: In Form einer neuen Partei mit Sahra Wagenknecht an der Spitze.

Nur meine unbedeutende Meinung … 😇

Quelle des Zitats: https://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/2736.emp%C3%B6rung-darf-argumente-nicht-ersetzen.html
Header image: unsplash-logoAditya Joshi

14 Gedanken zu „Neue Partei ?“

  1. Dem kann ich mich nur anschließen. Unter Riexinger und Kipping wird sich nichts ändern und was für Folgen das hat, sieht man an den 5,5% bei der Europawahl. Ich prognostiziere mal, dass wenn sich die Linke nicht klar positioniert bzw. ihr Dogma der offenen Grenzen für Alle beibehält, werden es zu nächsten Bundestagswahl unter 5% werden und damit würde die Linke in der Versenkung verschwinden. Wie man sich kaputt macht, lebt einem die SPD vor und die Linke läuft derzeit im Gleichschritt hinterher.

  2. Kipping und Sahra Wagenknecht haben auch Gemeinsamkeiten. Attraktive Erscheinungen,Intelligenz sowie der Wille nach Veränderung unserer Politik.
    Aber nur eine der Beiden hat das Zeug dazu auf alle anfallende Fragen in unserem Land richtige Lösungsvorschläge zu artikulieren. Kaum ein Politiker anderer Parteien können ihr das Wasser reichen. Verständlich, wenn diese alle Hebel, über die Medien, in Bewegung setzen, um Sahra in eine negative Ecke zu stellen. Ich hoffe, daß sie bald die Kraft aufbringen kann ihren politischen Weg zu gehen, den die meisten von uns mit Sicherheit mit ihr gehen werden.

  3. Ich freue mich dass ich mit meiner Einstellung zur „Lage der Nation“ nicht alleine bin und bewundere und schätze deine klare und deutliche Art. Die jetzige „Spitze“ mit Kipping und Riexinger hätte hinter Ihr stehen müssen und das auch laut und deutliche kundtun müssen. Dann hätte die „Linke“ heute 20% oder noch mehr. Danke und liebe Grüße, Bernd

  4. Reden wir mal offen, Sahra als Parteivorsitzende hat in der Parteiführung derzeit nicht den Rückhalt ! Viele Mitglieder wünschen sich (und nicht nur Genossen/innen ), das Sahra endlich den Weg geht, den sich tausende Menschen wünschen und dann auch zu Ihrer Einstellung und Aussagen stehen würden = eine neue Partei gründen ! Ja, auch meiner Meinung ist es an der Zeit, dies zu tätigen. Ich bin Mitglied der Linken, doch habe ich nach den Wahlen und auch schon vorher die Meinung gehabt, auf Grund des Parteiprogrammes die Bürger Deutschlands nicht mehr in dem Maße zu erreichen, wie es sich für eine demokratische, sozial-tragende Arbeiterpartei gehört.
    Ja, die Neubildung würde wieder viel Kraft und Arbeit bedeuten, für uns alle, aber, eine Partei für den Bürger und Menschen in Deutschland kann nur Stimmen und Erfolge erreichen, wenn sie konkret für die Bürger und Menschen eintritt.
    An Sahra wieder die Frage: “ Willst du dich dieser Verantwortung mit uns stellen !“
    Wenn ja, glaube mir, die Masse wird dann dir und unserer neuen Partei folgen, auch wenn dies für unsere „Die Linke“ den Untergang bedeuten würde 🙁 – doch anders bekommen wir den Karren nicht aus den Dreck, wir wollen nicht dem rechten Druck weichen, nicht noch mehr Unterdrückung und Armut in Deutschland, vor allem im Osten haben ! Also, an Alle der Aufruf: Packen wir es an! Lg Ingo

  5. Es gibt nur eine einzige echte Option für einen Wandel unserer Gesellschaft hin zu einer sozialen, demokratischen und friedlichen Politik. Und das ist eine neue soziale Partei, gegründet und angeführt von Sahra und ihren loyalen Vertrauten. Dafür lohnt es sich zu kämpfen. Ich bin dabei.

  6. Ich würde mir wünschen, dass Sahra die nötige Kraft hat, um den Hebel in diesem Land umzulegen und eine „Soziale Partei“ für die Mehrheit der Menschen in diesem Lande gründet.

  7. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Sahra Wagenknecht als Parteispitze und Kanzlerkandidatin der SPD sehr gut ankommen würde.
    Der alte Kader gehört natürlich dafür abgeschafft
    Heute ist die SPD und die Linke nicht mehr wählbar – zumindest für mich!

  8. Endlich! Es wird auch in den obigen Kommentaren eine neue Partei gefordert. Dies ist absolut notwendig. Eine Bewegung ist für uns Deutsche nichts, da es zu viele gibt, die eine solche Bewegung unterwandern und für sich ausnützen wollen. Ich bedaure es zutiefst, dass es mit „Aufstehen“ nicht geklappt hat. Die Neugründung einer Partei könnte solchen Unterwanderungen vorbeugen, wenn ein eindeutiges und klares Parteiprogramm ausformuliert werden würde. Dies macht es dann denjenigen sehr schwer, die das Ganze in eine andere Richtung drehen wollen. Leider ist das bei „Aufstehen“ passiert. Natürlich wäre es fantastisch, wenn Sahra Wagenknecht sich für das Amt der Parteivorsitzenden zur Verfügung stellen würde. Einen Namen für die neue Partei hätte ich schon: Antineoliberale linke Volkspartei!

    • „Die Neugründung einer Partei könnte solchen Unterwanderungen vorbeugen, wenn ein eindeutiges und klares Parteiprogramm ausformuliert werden würde. “

      Alle Parteien jenseits des Mainstreams werden früher oder später unterwandert. Eine Illusion, zu glauben, das ließe sich mit einem Parteiprogramm verhindern.

    • „Eine Bewegung ist für uns Deutsche nichts, …“

      Aber nicht aus dem von Ihnen genannten Grund.

      Eine Parteineugründung würde nichts am deutschen Dilemma ändern: dass es keine breite und entschlossene Bewegung quer durch alle Gesellschaftsgruppen gibt, die bereit ist, für einen grundlegenden Politikwandel auf die Straße zu gehen und massiven Druck auszuüben. Deswegen besteht für die existierenden Parteien derzeit nur wenig Veränderungsdruck. Eine neue Partei hätte es schwer, auch nur die 5-Prozent-Hürde zu überspringen, vom Erreichen zweistelliger Prozentzahlen ganz zu schweigen. Neue Parteien brauchen große und starke Bewegungen als Nährboden.

  9. Ich wollte nie in eine Partei, aber wenn Sahra Wagenknecht eine neue Partei gründet, dann bin ich dabei und werde sie mit allen Kräften unterstützen.
    Sie wäre in meinen Augen das beste was Deutschland passieren kann und die beste Kandidatin als neue Bundeskanzlerin.

  10. Eure Wünsche und Vorstellungen sind schön, aber nur eine vereinte Linke unter Führung von Sahra Wagenknecht in Der Linken, von mir aus mit noch mehr Plattformen, kann hier was bewirken. Noch eine Linke Partei neben den vielen linken Parteien kann hier nicht hilfreich sein. Lieber einmal mehr als 10% als zweimal unter 5% bei einer Wahl.

  11. Genau meine Meinung, eine weitere Linke Partei wird das Linke Spektrum zerreißen und es wird sehr schwer sein das Vertrauen zurück zu gewinnen. Besser ist es die progressiven Kräfte in den verschiedenen Parteien zusammen zu führen und Themen zu erarbeiten. Diese müssen sehr vielfältig ausfallen um die Menschen auch zu erreichen. Dann wird es möglich sein durch gute Organisation die Menschen auf die Straße zu bringen um mit den Füßen eine andere Politik durchzusetzen.

  12. Ich war ein großer Gysi-Fan, aber mit der Unterstützung für „sein Mädchen“ Kipping hat er maßgeblich zum Absturz der Linken beigetragen. Wenn Thüringen nicht auch noch verloren werden soll, muss jetzt etwas geschehen und nicht nach der Wahl!! Als Sahra nach der Gründung von „Aufstehen“ die Unterstützung ihrer Partei versagt wurde, hätte sie reagieren sollen. Statt sich weiter mit diesen Versagern aufzureiben, hätte sie die „Neue Linke“ in Angriff nehmen sollen. Vielleicht wäre ihr der burnout dann erspart geblieben.

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