Nein zu „Alle rein“! Humanere Politik der Linken wäre ratsam


Erst die Stimmenverluste bei den Landtagswahlen, jetzt flammt bei der Linkspartei der Streit über die Flüchtlingspolitik wieder auf. Parteichefin Kipping kritisiert Fraktionschefin Wagenknecht, die manchmal klingt, als sei sie in der CSU. Von...

In Anbetracht der aktuellen schweren Wahlniederlagen fordern manche „Linke“, dass ihre Partei sich noch klarer positionieren müsse was offene Grenzen im Sinne von „alle rein“ betrifft und dass jegliches Umdenken zu noch höheren Verlusten bei Wahlen führen würde. Die „Grünen“ müssten nach dieser Logik am Boden liegen, denn die Zuwanderungspolitik der „offenen Arme“ wird von einer breiten Mehrheit der Grünen-Mitglieder getragen. Sie sind aber trotz dieser Sichtweise sehr erfolgreich.

Flucht ist immer eine sozialdarwinistische Auslese. Vor allem junge und gesunde Menschen, die in der Familie noch ausreichend Geld für Schlepper zusammen bekommen, können sich diese noch leisten und überleben, den anderen Menschen in Not bleibt dieser Weg versperrt. Sahra Wagenknecht steht deswegen für eine Hilfe, die möglichst dort einsetzt, wo keine oder kurze Fluchtwege erforderlich sind. Hier kann man eben auch vielen Menschen relativ einfach helfen und Leid oder Tod durch Flucht ersparen. „Die Linke“ sollte auf eine humanere Politik mit internationalistischen Ansatz von Sahra Wagenknecht einlenken, statt mit einer letztendlich weniger humanen Politik von offenen Grenzen im Sinn von „alle rein“ zu agieren, mit der sie unnötig Ängste auslöst und zum Wählerschreck wird.

Sahra Wagenknecht: „Flucht und Vertreibungen sind ein globales Phänomen und eine direkte Folge von Kriegen, Gewalt und politischer Verfolgung, von Hunger- und Klimakatastrophen. Die aktuelle Debatte unter anderem in Deutschland zeigt, wie weit es der Rechten gelungen ist, die gesellschaftlichen Herausforderungen der Flucht- und Migrationsfrage zu besetzen. Die rechtspopulistischen Nationalisten verknüpfen gezielt soziale Ungerechtigkeiten mit rassistischen Parolen für ihren chauvinistischen Kulturkampf, sie spalten die Gesellschaft und vergiften den demokratischen Zusammenhalt. Flucht und Migration sind emotionale und zugleich hoch politische Themen, denn es geht hier nicht nur um Menschen, die zu uns kommen, sondern auch um die Frage, wie wir leben wollen. Denn der Kampf um den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist eine Wesensfrage unserer Demokratie selbst.“

© image die welt

2 Gedanken zu “Nein zu „Alle rein“! Humanere Politik der Linken wäre ratsam”

  1. So wie das Klima uns Alle weltweit betrifft betrifft uns auch Hunger und Elend der Menschen überall auf dem Planeten. Den Betroffenen zu helfen ist Herzens- und Verstandessache gleichermaßen für jeden einigermaßen vernünftigen Menschen. Wie die Gestaltung der Hilfe aussieht ist das worum wir uns streiten.
    Egal wie man es dreht und wendet, wir können nicht alle mit Not und Elend beladenen bei uns in Deutschland aufnehmen.
    Die Hilfe durch uns muß zum überwiegenden Teil vor Ort geschehen, schon um den unmittelbar und am härtesten Betroffenen genügend Platz bei uns gewährleisten zu können. Das genau ist Standpunkt der Frau Wagenknecht die sich seit 2015 für diesen Standpunkt ständiger Angriffe aus dem „Kippinglager“ zu erwehren hat. Die Haltung von Kipping und Co macht die AfD stark und noch immer ist in dieser unleidlichen Entwicklung kein Ende in Sicht. Mein Appell an die Linkspartei: wechselt die Führung aus sonst fliegt ihr in zwei Jahren aus dem Bundestag. Das ist heute schon absehbar. Am besten währe es eine neue Weichenstellung würde schon vor den Wahlen in Thüringen geschehen.

    • Genau meine Einstellung, Kraus, Detlef, dem muss man nichts hinzufügen, ausser, Die Linke muss sich entscheiden, ob sie weiter mit Kipping und Rixinger und ihren falschen Ansichten weiter an Boden verlieren wollen..

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