Nachlese zum Wahlsieg der Linken in Thüringen

DieterEin Kommentar zum Artikel FAZ: Dank Ramelow zur stärksten Kraft

Ein historischer Sieg für die Linke in Thüringen. Zu verdanken hat sie das insbesondere ihrem bürgernahen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow. Nun beschäftigen sich die Verlierer CDU/CSU und SPD mit der Aufbereitung des Wahldebakels.

Es ist für die Wahl nicht entscheidend, ob Bodo Ramelow von den Wählern mit seiner Partei vollkommen identifiziert wird oder nicht. Aber die Partei muss ihn tragen und darf keinesfalls gegen ihn arbeiten. Es gibt ein sehr verständliches Bedürfnis der Wähler nach klarer Führung und eindeutigem Kurs. So erlebte die SPD in Thüringen vor allem deswegen keine so schweren Verluste wie die CDU, weil sie ohnehin am Boden ist und nur noch in begrenztem Umfang verlieren konnte. Nicht nur, dass annähernd die Hälfte der SPD-Mitglieder bei der Führungssuche nicht mitgemacht haben. Es schnitt auch noch Olaf Scholz auf niedrigem Niveau am besten ab. Falls Scholz zum Parteivorsitzenden gewählt wird, würde er umgehend von Teilen der Mitglieder sofort in Frage gestellt.

Die CDU hat vor über 10 Jahren unter Merkel Positionen vertreten, die auch im Wahlprogramm standen, wie zum Beispiel: Einwanderung, Atomkraft, Innere Sicherheit, Wehrpflicht und Homo-Ehe. Diese werden heute auch von der AFD vertreten. Sie haben es auch nicht verstanden, die Veränderungen öffentlich zu erklären. Wer kämpft noch für Steuererleichterungen für die Menschen und gegen ständige Energieverteuerung? Auch die Zuwanderungspolitik der Bundesregierung sei widersprüchlich. Die kümmern sich nicht mehr entschlossen genug um die wirklichen Probleme in unserem Land, sie sind stattdessen vor allem mit ihrer eigenen Karriere beschäftigt. Dadurch wächst das Misstrauen gegen die vermeintliche Elite in Politik und Wirtschaft. Die Menschen stellen fest, dass die Gesellschaft auseinanderdriftet. Die Spaltung in Stadt und Land, Junge und Alte, Ost und West, Progressive und Konservative, Linke und Rechte schreitet immer weiter voran. Für Profilierungsversuche und Machtkämpfe aber wurden die Abgeordneten nicht gewählt.

Es ist schlichtweg so, dass viele Wähler von dem politischen Gerede mit dem einzigen Ziel, die eigene Macht-Respektive und den eigenen Geldbeutel zu sichern, schlichtweg die Nase voll haben. Genau darin besteht ja die Macht des Wählers, seine Stimme frei vergeben zu können. Sie vergeben ihre Stimme deshalb an die Politiker, die sich für die Verbesserung der überwiegenden Mehrheit ihrer Lebensbedingungen konkret einsetzen. Nur das erzeugt Vertrauen in die Politik.


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