Milliarden für Aktionäre – Kurzarbeitergeld für Mitarbeiter

Sahra Wagenknecht: Wer in der Krise Steuergelder einstreicht, darf nicht gleichzeitig seinen Aktionären die Taschen voll machen!

Aufsichtsrat und Vorstand von BMW wollen 1,64 Milliarden Euro Dividende auszahlen. Die Aktionäre kassieren, während die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt wurden – mitfinanziert vom Staat. Wir kennen das ja schon: in der Krise darf der Steuerzahler einspringen, in guten Zeiten die Investoren die Gewinne einstreichen. Dass die Aktionäre nun sogar in schlechten Zeiten abkassieren sollen, setzt dem Ganzen aber die Krone auf. Wer Staatshilfen bekommt, darf nicht gleichzeitig Dividenden ausschütten!

Ähnliches gilt für die Lufthansa und Germanwings: Sie erhalten finanzielle Hilfe in Form des Kurzarbeitergeldes, die dazu gedacht ist, Arbeitsplätze zu retten. Diese Situation darf die Lufthansa nun nicht dazu ausnutzen, die ungeliebte Tochter dicht zu machen! 1400 Stellen von Piloten und Kabinenpersonal sind mit der Einstellung des Flugverkehrs von Germanwings in Gefahr. Die Bundesregierung muss den drohenden Massenentlassungen einen Riegel vorschieben!


© post image collage a.melde & reuters

Ein Gedanke zu „Milliarden für Aktionäre – Kurzarbeitergeld für Mitarbeiter“

  1. Dass BMW, Daimler und VW trotz Dividendenausschüttungen Subventionen vom Staat verlangen, kann ich ja verstehen, nach dem Motto „Versuchs mal, wenns klappt, dann klappt’s“. Charakter oder Fingerspitzengefühl kann man ja von denen nicht erwarten. Von Verantwortung gegenüber der Belegschaft oder der Allgemeinheit ganz zu schweigen. Aber dass unsere Regierenden dem unverschämten Verlangen nachkommen und den Autobauern durch geplante „Abwrackprämien“ die Grundlage für die Dividendenzahlungen bieten, ist der absolute Hammer. „Covid wo bleibst du, kannst du nicht die Spreu vom Weizen trennen?“

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