Mahnende Worte an die Politik

75 Jahre Befreiung vom Konzentrationslager Ausschwitz. Erneut jährt sich ein Tag menschlichen Grauens. Auschwitz, der Name eines Ortes wurde zum Synonym dessen, zu welcher Grausamkeit menschliche Gewissenlosigkeit fähig ist.

Erneut richten die Politiker der Länder ihre Worte an die Völker der Erde. Auch die deutschen Politiker. Ihre Mahnung richtet sich an uns, es dürfe nie wieder geschehen. Wir alle wissen, nie wieder in der Geschichte darf es sich wiederholen, dass Menschen den Wert des Lebens missachten. Nie wieder darf es geschehen, dass Zugehörigkeit die Würde und die Rechte des Gegenübers bestimmt. Wir alle lauschen den würdevollen Worten unseres Präsidenten und unserer politischen Prominenz. Nicht ein Politiker der Länder- oder des Bundes, der sich nicht zu diesem Jahrestag an das Volk richtet, mit weihevollen Worten der menschlichen Versöhnung und der Heuchelei.

Sie lasen richtig, ich wage es, zu diesem Moment von Heuchelei zu reden. Nazideutschland war in erster Linie eines, eine grausame fehlgeleitete Ideologie menschlicher Verachtung. Die Politik einer kapitalistischen Herrenrasse. Es waren nicht Bürger, welche die Massenvernichtungslager errichten ließen. Es waren nicht Bürger, welche Vernichtung befahlen. Es waren Politiker, welche die Gesetze erließen, die Menschen jede Würde und das Recht auf Leben nahmen. Es waren Bürger des Landes, welche das Grauen ausführten. Im Falle von Auschwitz, Deutsche und Polen. Der „Politiker“ Hitler tötete meines Wissens nicht einen Menschen persönlich. So, wie ein Steinmeier nicht persönlich einen würdevernichtenden Rentenbescheid versendet, keine Hartz IV Sanktion verhängt. Nicht Frau Merkel hat persönlich Rentner dazu gezwungen, das eigene Überleben darin zu suchen, fremde Mülltonnen nach Nahrung zu durchwühlen. Kein Spahn hat jeden einzelnen Sklaven und Opfer der Pflegeindustrie zu menschenunwürdiger Pflege verurteilt. Keine Kramp-Karrenbauer hat die Waffe persönlich geführt, die Leben nimmt. Kein Seehofer hat mit eigenen Ohren in die Privatsphäre der Bürger hineingelauscht und die Persönlichkeitsrechte gebrochen. Aber sie alle haben etwas mit den Unmenschen des Naziregimes gemein, sie sind Politiker, nehmen Rechte, Würde und zerstören Leben. Vollkommen rücksichtslos, ohne jedes erkennbare Gewissen.

Und so erheben wir als Volk zu diesem Gedenktag mahnend das Wort an die Politiker der Welt, aber in besonderem Maße an die Politiker dieses Landes, dass es sich nie wiederholen sollte, dass:

  • Zugehörigkeit über Würde und Teilhabe bestimmen dürfe
  • unser Grundgesetz die differenzierte Teilhabe verhindern sollte
  • unsere Politik erneut Gesetze der Unmenschlichkeit erschafft
  • unsere Politik Menschen von der Teilhabe ausgrenzt, ihnen die Würde nimmt und Kinder ihrer Zukunft beraubt
  • uneingeschränkte gesundheitliche Versorgung nur dem privilegierten Bevölkerungsteil zur Verfügung steht
  • vor dem Recht nicht mehr jeder gleich ist, sondern der Kontostand über Rechte und Pflichten bestimmt

Noch haben wir den Boden der demokratischen Ordnung nur mit wenigen Schritten verlassen. Noch können wir innehalten und uns der wundervollen Demokratie besinnen, die uns einst von den Gründervätern überlassen wurde. Noch können unsere Politiker voller Scham erkennen, auf welchem Pfad der Unmenschlichkeit sie wandeln. Noch können sie sich der Taten bekennen, die sie verbrachen und bereuen. Fordert nicht Moral und Gewissen vom Volk, fordert dies von der Politik!


© post/header image larahcv auf Pixabay

Ein Gedanke zu „Mahnende Worte an die Politik“

  1. Das kann ich nur unterstreichen so wie es da steht von Olivier Declear. Wir sind es nicht alleine gewesen sondern wir alle haben dies Politiker gewählt weil wir ihren Versprechungen Glauben schenkten, aber diese Politiker halten meistens nach der Wahl nichts von dem was sie versprochen haben. Und wenn dann mal wie hier in Thüringen mal ein Linke gewinnt geht das hauen auf diese Linke erst richtig los was sie alles nicht gemacht haben dabei haben sie mehr gemacht als in über zwanzig Jahren CDU geführte Landesregierung. Alles im Leben ist ein Lernprozess manche machen es andere interessiert es wenig oder sie suchen Gründe wo man sie beschädigen kann . Alle Parteien auch hier sollten lernen wir sind die Menschen die die Arbeit der Regierung beurteilen oder verurteilen nicht die Partei oder irgendjemand der denkt er hat die Weisheit mit dem Löffel gegessen.

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