Made in China – Chance oder Bedrohung?

Ist China vom Bankrott bedroht oder eine Weltmacht der Chancen und Risiken?

Der Markt ist voller Hysterie und Gerüchte. Genau hier beginnt das Risiko. Der Markt ist … ja, wer ist das überhaupt, der Markt? Sind Sie es, oder Sie, oder vielleicht ich? Irgendwie sind wir es alle, aber dem Grunde nach die wenigsten von uns. Wir alle sind Teil von Angebot und Nachfrage und wir alle möchten genug Finanzen, um zu überleben, vielleicht träumen wir sogar von ein wenig Luxus.

Inhaltsverzeichnis1 „Made in China 2025“ – ein ambitioniertes Projekt2 Deutsche Ängste3 Auch China kocht nur mit Wasser4 Investitionen in die Innovationskraft Bewerten Sie diesen Artikel:1.002.003.004.005.00Bewertung absenden Rating: 5.00/5....

Aber wir sind nicht Teil des Marktes, den man in solchen Szenarien beschwört. Der dort benannte Markt ist die Welt der Hochfinanz als Spiel von Investition und Spekulation mit fatalen Folgen. Da werden zu jedem größeren Handelsvertrag Milliardenbeträge als Wetteinsatz bewegt, dass ein Unternehmen auf Basis dieses Vertrages mehr Wert sein wird und damit sein Aktienwert dem Grunde nach steigt. Dieser Bereich ist voller finanzieller Selbstmörder, Spekulanten, Hysteriker und Manipulanten. Ein Gerücht genügt, um den Wert eines Konzerns ins Bodenlose fallen zu lassen.

Welche Beziehung besteht zwischen dem Finanzmarkt und China?

China gehorcht eigenen Gesetzen. Dies war schon immer so, über seine gesamte Geschichte hinweg. Während die ganze Welt auf offene Beute-Expansion ausgerichtet ist, neigt China eher zur Abschottung. Dieses Land hat eine Bevölkerung zu versorgen, die sich kulturell einen feuchten Dreck um den nächsten kümmert. Chinas Kultur basiert auf dem kategorischen Egoismus. Wer nicht zum engsten Familienkreis gehört, der hat keine Bedeutung, wenn er keinen Vorteil bietet.

Dieser kulturelle Grundgedanken birgt zahlreiche Probleme, wenn es darum geht, dieses Land zu regieren und Gesetze durchzusetzen. Trotz schärfster Strafen gilt dort immer noch die Weisheit, das Land ist groß und der Arm des Gesetzes weit weg. Auf dieser Basis funktioniert der Chinesische Handel. Patentrechte und Qualitätsvorgaben interessieren dort nur die großen Konzerne, welche streng überwacht werden können. Ich will nicht sagen, dass der kleine chinesische Händler betrügt, aber zumindest besitzt er eine eigene Rechtsauffassung. Da kann es ihm schon einmal ausreichend sein, dass seine Handelsware äußerlich wie ein Qualitätsprodukt wirkt, aber innen vollkommen leer ist. Für den chinesischen Händler ist dies kein Betrug, sondern das Geschäft mit einem Simpel, der Geld für Ware zahlte, die er nicht im Vorfeld auf Herz und Nieren prüfte. Wie geschrieben, das Land ist groß und das Gesetz weit weg.

China als Risiko?

Wenn wir China in die asiatische Suppe des Freundlichkeitsallerlei werfen, wird China zum Risiko. Chinesische Händler haben nichts mit den nach außen dauerfreundlich wirkenden Japanern gemein, die sich am liebsten entleiben möchten, weist man ihnen einen Fehler nach. Chinesen sind von der Mentalität, rücksichtslose Rüpel. Damit muss man leben, auch der Handelsmarkt! Eigentlich müsste sich ein Donald Trump in China pudelwohl fühlen. Wenn er dort einen seiner unkontrollierten, hysterischen Cholerikanfälle erleidet, wird sich dort niemand erregen. Auch nicht, wenn er stiehlt, was immer seine Taschen fassen können. Aber hier beginnt das Problem. Egoisten sind schwer gemeinsam in ein soziales Gefüge einzubinden. Mit diesem Umstand kämpfen nicht nur die chinesischen Regierungen, seit Jahrhunderten, damit kämpft auch der Weltmarkt, seit Trumps Auftreten.

Zur Zeit bekämpft ein rücksichtsloser Despot, den Recht und Gesetz einen Teufel scheren, selbst wenn er dies gerade eben noch selbst diktierte, mit einem ganzen Land voller kleiner Trumps. Und der Markt reagiert. Die Börse reagiert, wie sie es immer macht, nervös, hysterisch, unberechenbar. Für langfristige Anleger traditionellem Handels, relativ entspannt. Aber für die gierigen, schnellen und heißen Händler, welche stets mit Vollgas auf der Überholspur jagen, die Füße in nervösem Takt auf Kaufen und Verkaufen, eine geradezu suizidale Konstellation. Trifft Trump auf den Weltmarkt ist dies schon Grund genug für Nervosität. Aber trifft sein Ego auf einen Markt, wie China, so steht die Welt vor dem Börsen-Gau. Entsprechend verhält sich die Börse.

China als sozialer Wirtschaftsraum reagiert sensibel

China ist nicht zwingend auf den europäischen und amerikanischen Markt angewiesen. Der Absatz kleiner Händler erfolgt ohnehin im Onlinehandel und die großen Konzerne müssen nicht zwingend im Maschinenhandel agieren. Die Basisbestandteile ihrer Produkte sind unverzichtbare Elemente der weltweiten Maschinenproduktion. China setzt seit vielen Jahren auf Bildung und Innovation. Der China-Tesla ist für einen Bruchteil der Einkaufskosten des Amerikanischen auf dem Markt und bietet bereits jetzt mehr Wert. Die Zukunftstechnologie findet auf dem asiatischen Markt statt. Da kann Trump so viel Hass versprühen wie er möchte. China, als Markt, sichert sich lediglich gegen Verluste und lehnt sich ansonsten entspannt zurück und wartet auf den nächsten Bedarf. Denn wer den Technologiewettlauf gewann, dieser Wettbewerb ist bereits Vergangenheit und der Gewinner heißt Asien.

Wir jedoch sollten langsam aus unserem Dornröschenschlaf erwachen und wahrnehmen, welches gefährliche Zeichen es für uns bedeutet, wenn Chinas Investoren uns als Risikomarkt betrachten.


© pictures: cash.ch

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