Lobbyismus statt Glaubwürdigkeit

Sigmar Gabriel wechselt in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank – nicht einmal ein Jahr nach seinem Rücktritt als Vizekanzler und Wirtschaftsminister. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen an der Demokratie und der Unabhängigkeit politischer Entscheidungen zweifeln. Wir brauchen endlich Karenzzeiten für ausscheidende Politiker, die direkte Wechsel aus politischen Spitzenämtern an Konzernspitzen und in Lobbyverbände unterbinden!

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken Fabio de Masi postet: „Erst die Lobby der Autokonzerne, nun der Aufsichtsrat der Deutschen Bank: Alles, was in der Krise steckt und knietief in Gerichtsprozessen, ist ein potenzieller Arbeitgeber für den einstigen SPD-Chef. Die Deutsche Bank holt Gabriel nicht, weil er so viel vom Bankgeschäft versteht. Die wollen sein Telefonbuch und politische Kontakte, um Einfluss auf das Kanzleramt zu nehmen. Gabriel könnte sich doch auch für die Interessen der Gemeinschaft statt von Aktionären und Konzernchefs engagieren. Gabriel war Vizekanzler, Außen-, Wirtschafts- und Umweltminister. Wir brauchen strengere Abkühlphasen in der Politik, um Interessenkonflikte zu vermeiden.“


© post image HAYOUNG JEON/ EPA-EFE REX

2 Gedanken zu „Lobbyismus statt Glaubwürdigkeit“

  1. Wenn es noch einen weiteren Beweis benötigt, dass wir eine neoliberale Eliten-und Lobbyisten-Gesellschaft sind, dann ist dieser Vorgang exemplarisch.
    Schröder, Gabriel, Merz und viele mehr. Was für skrupellose Menschen sind diese Politiker eigentlich, einfach ohne jegliches Gewissen, jeglichen Anstand und käuflich.

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