Krankenhäuser statt Wirtschaftskriege

»Beendet die Seuche namens Krieg und bekämpft die Krankheit, die unsere Welt verwüstet!« Diesem Aufruf des UN-Generalsekretärs kann ich mich nur anschließen. Wir können die Pandemie nur eindämmen wenn wir gemeinsam gegen sie vorgehen, anstatt uns zusätzlich auch noch gegenseitig zu bekämpfen.

Ein sofortiger Waffenstillstand ist nötig, ein Schuldenerlass für ärmere Länder und ein Ende des Wirtschaftskriegs, der für die Gesundheitssysteme betroffener Länder schlimme Folgen hat: Die Sanktionen gegen Iran, Venezuela, Syrien und weitere Länder müssen aufgehoben werden, wie es auch die UN-Kommissarin für Menschenrechte fordert. Gerade der Iran ist besonders von der Corona-Pandemie betroffen. Iranischen Krankenhäusern fehlt es wegen der scharfen internationalen Sanktionen zusätzlich an Ausrüstung und Medikamenten. Das ist nicht nur für die Bevölkerung im Iran und das medizinische Personal dort gefährlich – von dort hat sich die Infektion auch in andere Länder verbreitet.

Die Coronakrise ist für jedes Gesundheitssystem eine große Herausforderung. Wenn es zusätzlich durch Sanktionen daran gehindert wird, an nötige Medikamente, medizinische Geräte und Schutzausrüstung zu gelangen, werden Millionen Menschen keine überlebenswichtige Behandlung erhalten. Lasst uns die Sanktionen sofort aufheben! Lasst uns medizinische Hilfe exportieren statt Waffen!

Sahra Wagenknecht: Lasst uns medizinische Hilfe exportieren statt Waffen!


© post image o.kononenko/unsplash

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