Kein Vertrauen in Demokratie

Ein alarmierender, aber nicht überraschender Befund: die Mehrheit der Menschen ist mit der Demokratie, wie sie aktuell in unserem Land gestaltet wird, nicht zufrieden.

Laut einer von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie ist über die Hälfte der Menschen in unserem Land mit der Demokratie unzufrieden. Zwei Drittel geben an, dass von der wirtschaftlichen Entwicklung nicht die Mehrheit, sondern nur einige wenige profitieren. Ich finde: Diese Aussagen kommen nicht von ungefähr. Denn leider müssen wir immer wieder feststellen, dass wir eher in einer Lobbykratie, denn in einer Demokratie leben. Wer Vertrauen in Demokratie wieder herstellen möchte, kann deshalb lange Politikverdrossenheit bejammern. Viel wirkungsvoller wäre es aber, endlich eine Politik für die Mehrheit zu machen – nicht für die Milliardäre.

2 Gedanken zu “Kein Vertrauen in Demokratie”

  1. Sahra, welche Demokratie meinen Sie? Wir leben in einer weltweit organisierten „Kapitaldiktatur“
    Der „Investor“ bestimmt alleine wo es langgeht, stimmt die“ Mage“ nicht, zieht er weiter. Trotzdem ist es das bestes System, dass humaner gestaltet werden muss! So lange sich die abhängig Beschäftigten nicht weltweit organisieren, wird es weitergehen.

  2. Kein Vertrauen in die Demokratie? In welche? Leben wir in einer Demokratie? Beamte schreiben Gesetze. Lobbyisten helfen ihnen dabei. Politiker entscheiden über Gesetze. Richter (ebenfalls Beamte) entscheiden, ob die Gesetze verfassungskonform sind. Und wo in dieser Reihe kommen wir Bürger vor? Was ist unsere Aufgabe? Welches ist unser Recht? Stimmt, wir dürfen alle vier Jahre wählen: Wen? Wer entscheidet über die Kandidaten? Wir Bürger oder irgendwelche Vorstände irgendwelcher Parteien? Also bitte, was heißt „Demokratie“? Leben wir vielleicht doch in einer von Bürokraten bestimmten Gesellschaft? In einer Bürokratie?

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