In meinem Namen nicht!

Bild-Zeitung als Referenz-Rahmen? Springt nicht über jedes Stöckchen!

Oskar Lafontaine: Vermeiden, mit unbedachten und tölpelhaften Äußerungen der Kampagnen-Presse immer wieder Futter zu geben.

Sobald sich die Gelegenheit bietet, dreschen die Propaganda-Medien, in denen 200 reiche Leute ihre Meinung verbreiten, (FAZ-Gründungsherausgeber Paul Sethe) auf die Partei DIE LINKE ein. Schließlich will sie als einzige Partei große Millionen-Vermögen, -Einkommen und -Erbschaften wirklich besteuern – das wollen diese 200 Reichen nicht. Und daher wird DIE LINKE mit allen Mitteln, auch unlauteren, bekämpft. Auch deshalb sollten Mitglieder und führende Funktionäre der Partei DIE LINKE es vermeiden, mit unbedachten und tölpelhaften Äußerungen der Kampagnen-Presse immer wieder Futter zu geben.

Im Rahmen solcher Kampagne nennt die Propaganda-Presse DIE LINKE auch immer wieder „SED-Nachfolgepartei“. Sie verschweigt die Fusion von WASG und PDS zur neuen Partei DIE LINKE und übersieht, dass in ihrer Logik CDU und FDP ebenfalls „SED-Nachfolgeparteien“ sind, weil sie die SED-Blockparteien CDU Ost und LDPD samt ihrem „Unrechtsvermögen“ geschluckt haben.

Peinlich ist, dass führende Funktionäre der Partei DIE LINKE aus der ehemaligen PDS dieser Propaganda immer wieder auf den Leim gehen und auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer über jedes Stöckchen springen, dass die verlogenen politischen Gegner und ihre publizistischen Helfer ihnen hinhalten. So sagte die Parteivorsitzende Katja Kipping am Freitag in der von der FDP beantragten Aktuellen Stunde im Bundestag: „Deshalb bitte ich heute im Namen der LINKEN alle, die unter der Mauer gelitten haben, erneut um Entschuldigung.

Im Zuge der Ostpolitik Willy Brandts habe ich mit vielen anderen die Mauer durchlässig gemacht und ohne diese von der CDU/CSU bekämpfte Ostpolitik wäre die Mauer heute noch da. Vor diesem Hintergrund sage ich als Gründungsvorsitzender der Partei DIE LINKE und ehemaliger Vorsitzender der SPD: In meinem Namen nicht! Denn ich stehe nicht in der Tradition derer, die Mauern gebaut und Unrecht in der DDR zu verantworten haben. Das gilt sicher auch für viele andere Mitglieder der aus WASG und PDS gebildeten neuen Partei DIE LINKE.

Im Gegensatz zur Parteivorsitzenden der LINKEN, Katja Kipping, gab der SPD-Abgeordnete Helge Lindh in der Aktuellen Stunde die einzig richtige Antwort. Sein wichtigster Satz: „Mit einer solch verlogenen Veranstaltung wird die Bild-Zeitung zu unserem Referenz-Rahmen und damit machen wir den AfD-Kosmos zu unserem Resonanz-Raum.“

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6 Gedanken zu „In meinem Namen nicht!“

  1. Ich habe mich furchtbar über diese Aussage von Katja Kipping geärgert. Wer hat sie bevollmächtigt, im Namen der LINKEN-Mitglieder so einen Quatsch zu verzapfen? Ich glaube, sie bräuchte Nachhilfeunterricht in Geschichte. Den Ausführungen von Oskar Lafontaine stimme ich 100 %ig zu.

  2. Ich habe mich so geärgert, dass mir die Tränen kamen! Was bildet sich diese Frau ein! Zur DDR gehört eine Geschichte, die man sich ansehen muss und dann Schlüsse ziehen sollte! Es war vieles falsch, aber es gab auch den Kalten Krieg! Für mich ist die LINKE gestorben, war immer links und bleibe es, aber nicht mit der Dame und schon gar nicht mit Herrn Riexinger, Ramelow kann sich einreihen!

    Ich werde wieder rot wählen, wenn Sahra Wagenknecht was macht!

  3. Als ehemaliges Mitglied der PDS habe ich aufgrund einiger Entscheidungen in der Partei schon in den 90ern meinen Austritt vollzogen. Für mich war damals die Tolerierung bei der Wahl des Antikommunisten und Fäkalkünstlers Wolf Biermann zum Ehrenbürger von Berlin der Moment, wo das Fass überlief.
    Und trotz der jüngsten Enttäuschungen über den inneren Zustand der Partei die Linke, besonders des Zirkels um die beiden Vorsitzenden, wird meine Stimme auch bei den nächsten Wahlen wieder der Linken gehören. Es gibt keine Alternative und es bringt überhaupt nichts, sich in die persönliche Schmollecke zurückzuziehen.

  4. Und nachdem die Massenmedien und die bürgerlichen Parteien jahrelang der PDS und der Linken „Totalitarismus“, „Stalinismus“ vorgeworfen haben, behauptet haben, dass diese Parteien den „roten Terror“ einführen würden, dreht eine Genossin in Kassel durch, geht auf diesen Diskurs ein und spricht in einem Anfall schwarzen Humors von geplanten Erschiessungen einiger Reichen. Das und auch die Antwort Riexingers („Die Reichen nicht erschiessen, sondern nützlicher Arbeit zuführen“) hat für einen – wie wir in Dänemark sagen -„Sturm in einem Glas Wasser gesorgt“. Natürlich plant die Linke keine Massenerschiessungen.Und das ein ehemals Besitzender „nützlicher Arbeit“ zugeführt wird, muss ja nicht – wie die bügrerlichen Parteien das aufnimmt- Arbeitslager und Zwangsarbeit bedeuten. Lenin hat ja z.B. mehrmals nach der Revolution betont, ehemalige Besitzer könnten immer noch als „bürgerliche Spezialisten“ von hohem Wert für die sozialistische Gesellschaft sein, könnten mit hohen Gehältern in ihrem Beruf bleiben, jetzt bloss als Angestellte.

  5. Schwache Führungskräfte, die oft aus der zweiten Reihe der SPD kamen oder der PDS, haben die Partei im Griff. Eine linke Partei mit all Ihren ehrlich überzeugten Genossen so zu führen, dass alle sich abgebildet sehen, schaffen diese Führungskräfte nicht. Die einen noch in Ihrem staatstragenden Denken als ehemalige Funktionäre, die Anderen als Emporkömmlinge aus SPD und Gewerkschaft haben nicht die Größe und die Weite des politisch erfolgreichen Handelns. Nicht wer die Spielregeln beherrscht sondern derjenige, der sie macht wird Erfolg haben. Als Linke kann man nicht im System funktionieren und trotzdem die Welt verändern wollen. Dieses System ist dazu da, die Welt so zu lassen wie sie ist. Es zu bedienen heißt, sich gemein mit ihm zu machen. Was der Kommunismus für Abermillionen der Armen dieser Welt gebracht hat kann man doch nicht leugnen mit „Antikommunismus“ einfach verraten. Für das Großbürgertum hat er natürlich Nachteile gebracht. Aber wer bitte ist die Mehrheit auf der Welt? Ebenso werden die angeblich Millionen Opfer des Kommunismus immer wieder vorgehalten. Man kann Leid nicht aufrechnen aber man kann darauf hinweisen, dass die Opfer des Kapitalismus, angefangen durch die Kolonialisierung, weiter durch sogenannte geopolitischen Interessen (Argentinien, Brasilien, Griechenland, Kuba, ja ganz Südamerika bis heute in Syrien, Iran, Irak, Libyen die Zahl der sogenannten Opfer des Kommunismus zahlenweise um das 1000fache übersteigen. Selbst in der Entstehung des Kommunismus werden die Weiße Armee und Chian Cai Check verschwiegen. Ohne diese militärische Bekämpfung des Kommunismus durch kapitalistische Armeen (Vietnam, Korea) wäre die russische Revolution mit ein paar Wachsoldaten in Leningrad als Opfer relativ unblutig verlaufen. Es ist und war immer der Kapitalismus, der das Blutvergießen erst begann. Und warum? Aus humanitären Zielen, wie sie der Kommunismus hatte oder aus Geilheit auf Reichtum für Wenige? Auch dies ist eine Unterscheidung, die im Antikommunismus immer verschwiegen wird. Es braucht sich also niemand entschuldigen – außer die Minderheit der Superreichen, die diese Menschen für Ihren Profit morden! Tag für Tag von Anbeginn bis zum Heute.

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