Heuchlerischer Aufschrei

Skandal: DIE LINKE will Reiche erschießen! Heuchlerischer Aufschrei der Befürworter von Mord und Totschlag

Auf einer Konferenz der LINKEN hat eine Teilnehmerin gesagt: „Energiewende ist auch nötig nach der Revolution. Und auch wenn wir dat eine Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen.“ (Siehe Video) Es ist eindeutig erkennbar, dass die Frau einen Witz machen wollte, der leider daneben ging und geschmacklos war. Dem Parteivorsitzenden Riexinger dämmerte, dass dieser Beitrag von den Schreikampf-Medien missbraucht werden könnte und er sagte unbeholfen: „Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.“

Jetzt ging’s richtig los. Der CDU-Generalsekretär Ziemiak entrüstete sich: „Erschießen oder Arbeitslager. Unfassbar!“ Die Schreikrampf-Medien quer durch die Republik unter Führung von Bild und Spiegel empörten sich und sahen sich wieder bestätigt: DIE LINKE ist nicht regierungsfähig. Wir wissen: In Deutschland ist nur regierungsfähig, wer für Krieg und Sozialabbau ist.

Diese Reaktion zeigt wieder einmal die oft unglaubliche Verlogenheit und Heuchelei in der öffentlichen Debatte. Diese „Moralapostel“ befürworten die Lieferung von Waffen an Saudi-Arabien, womit viele Menschen im Jemen getötet werden. Sie befürworten die Beteiligung der Bundeswehr an den Kriegen in Afghanistan oder Syrien, wo Hunderttausende ums Leben gekommen sind. Sie befürworten Sanktionen, die wie in Venezuela​ innerhalb eines Jahres zum Tod von 40.000 Menschen führen. Und selbstverständlich sind sie mitverantwortlich für den Sozialabbau, der zu prekären Arbeitsverhältnissen und Hungerrenten führte und viele Menschen in die Verzweiflung treibt.

Diese Scheinheiligkeit ist wirklich unfassbar. Die Unterstützung von Mord und Totschlag ist fester Bestandteil der „westlichen Wertegemeinschaft“ und der selbsternannten „demokratischen Mitte“. Wer leichtfertig über das Erschießen von Reichen „plappert“, erntet die „tiefe moralische Empörung“ der „Moralapostel“, die Waffenlieferungen, Krieg und Sozialabbau für einen unverzichtbaren Bestandteil einer verantwortungsbewussten Politik halten.

Oskar Lafontaine: Diese Scheinheiligkeit ist wirklich unfassbar. Die Unterstützung von Mord und Totschlag ist fester Bestandteil der „westlichen Wertegemeinschaft“ und der selbsternannten „demokratischen Mitte“.

7 Gedanken zu „Heuchlerischer Aufschrei“

  1. Eines dürfte dennoch klar sein,gerade wo man weiß wie die Medien reagieren,solchen unüberlegten Blödsinn sollte man nicht von sich geben.

  2. Was ist ein (misslungener) Witz gegen das über Jahrzehnte von den staatstragenden Parteien CDU/CSU, SPD, FDP gutgeheißene und schöngeredete Töten hunderttausender unschuldiger Menschen durch die westliche Führungsmacht und deren Marionetten in Vietnam, Chile, Nicaragua, Argentinien, Afghanistan, Irak, Syrien …?

  3. Es gehört durchaus zum deutschen Sprachgebrauch, dass man scherzhaft sagt:“ Was sollen wir mit den Reichen machen, wir können sie doch nicht erschießen!“ Der Folgehalbsatz könnte beginnen mit:“ Wenn wir dann die Reichen erschossen haben, dann ….“. Ich denke mit diesem Gedankengang sind wir bereits verständnisvoller bei dem etwas misslungenen Witz angelangt. Wer sich darauf stürzt. um der LINKEN Schaden zuzuführen, gibt sich selbst zum politischen Abschuss frei!

  4. So etwas hätte mal von der Afd kommen sollen,da hätten sie sicherlich keinen Scherz drin gesehen, und ihr Aufschrei wäre derselbe ,den sie jetzt beklagen.Oder etwa nicht? Was du nicht willst was man dir tu ,das füg auch keinem Andern zu. Zeit damit aufzuhören mit zweierlei Maß zu messen. Nicht missverstehen, ich bin sehr wohl in vielen Punkten gleicher Meinung was die soziale Gerechtigkeit anbelangt z.b….anderes sehe ich anders.
    Mit freundlichem Gruß
    Daniel Pfeiffer

  5. „In Deutschland ist nur regierungsfähig, wer für Krieg und Sozialabbau ist.“
    Nicht zu vergessen ist die Pflicht zur Privatisierung und die Steuersenkung für Reiche.

  6. „Wenn wir die Reichen erschossen haben……“ das macht mir Angst. Das der Satz nicht so gemeint war ist mir klar, aber er schaut in eine Zukunft die ich als Linker zwar oft herbeigesehnt hab, aber will ich das denn wirklich?
    Ein kluger Mann sagte einmal: „Solang der Feind bekannt ist, hat der Tag Struktur.“ Auf wen soll ich denn all die Schuld schieben, wenn es keine größeren sozialen Unterschiede mehr gibt? Solang es „Kriegstreiber“ gibt kann ich doch auf all die Waffenlobbyisten schimpfen wie ein Rohrspatz. So wie es ist, ist es doch bequem. Warum soll ich denn mein Konto bei der Dt.Bank kündigen, mein bissl Kohle macht den Kohl auch nicht fett. Warum auf den SUV verzichten, den ich mir hart erspart hab, ist ja nicht so ein großer, kann ich mir ja nicht leisten. Ein Privatflieger ist ja viiiiiel schlimmer und fliegen tue ich ja auch nur einmal im Jahr, wer hat schon so oft Urlaub. Nagut, mal schnell nach Paris. Andere machen es ja auch und viel öfter, man kann ja nicht auf alles verzichten. Lieber noch schnell auf die Miethaie schimpfen, aber deswegen aus meiner Wohnung raus und Alternativen suchen? Ich hab ja hier mein soziales Umfeld, kenn die Nachbarn und zum Supermarkt ist es ja auch nicht so weit. Und dann schimpf ich noch schnell auf die Bauern, schütten Gülle und Glyphosat in unsere schöne Gegend und verpesten die Umwelt, schämt euch. Ach wie freu ich mich auf mein Schnitzel, war heute bei Aldi im Sonderangebot für 3,99/kg. Kann man sich ja mal leisten, hab ja mein Geld nicht in der Lotterie gewonnen und geerbt schon gar nicht.

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