Gering- und Normalverdienende steuerlich entlasten

Ein Post von Sahra Wagenknecht auf Facebook

Für heute hat der Bund der Steuerzahler in diesem Jahr den so genannten „Steuerzahlergedenktag“ errechnet. Erst ab diesem Tag, so die Initiatoren, würden Deutsche für sich und nicht mehr für den Staat arbeiten. Ich finde: Der Steuerzahlergedenktag transportiert eine völlig falsche Behauptung. Sie lautet: Der Staat nimmt uns allen unser sauer verdientes Geld weg! Dass der Staat mit seinen Einnahmen unter anderem Investitionen in die öffentliche Infrastruktur finanziert oder auch Renten, Kindergeld und andere soziale Leistungen, die direkt an die Bevölkerung zurückfließen, wird dabei gern ausgeblendet. Richtig ist: es gibt auch Staatsausgaben, die wir uns sparen könnten: von Aufrüstung bis zu millionenschweren Honoraren für sogenannte Beraterfirmen …

Das noch größere Problem allerdings sind nicht angeblich zu hohe Steuern und Abgaben, sondern die soziale Ungerechtigkeit bei deren Erhebung. Notwendig wäre es, Gering- und Normalverdienende steuerlich zu entlasten und Konzerne, große Vermögen und Erbschaften stärker zu besteuern. Auf diese Weise würde es mehr Geld für die öffentlichen Kassen geben, das im Interesse von allen verwendet werden kann – zum Beispiel für gute Bildung, gute Pflege und soziale Sicherheit. Der Steuerzahlergedenktag mit seiner pauschalen Forderung „Steuern runter!“ hilft bei der Durchsetzung dieser Forderung nicht. Immer noch aktuell ist zu diesem Thema ein Artikel aus der Wochenzeitung Zeit vom vorletzten Jahr:

Quelle: https://www.facebook.com/sahra.wagenknecht/posts/2865004640183581

Ein Gedanke zu „Gering- und Normalverdienende steuerlich entlasten“

  1. Ich glaube, dass es dem Bund der Steuerzahler auch nur darum geht anzuzeigen, weshalb man wie lange für den Staat arbeitet, es ist ein Orientierungspunkt für die Werkstätigen. Der pauschale Begriff Steuern runter weist darauf hin, dass die Werkstätigen zu hohe Steuern zahlen und die Superreichen viel zu wenig oder keine. Also soweit liegen diese Meinungen nicht auseinander. Wenn ich mir die Infrastruktur ansehe (defekte Brücken wegen fehlender Wartung, defekte Bürgersteige wegen fehlender Wartung, Büsche und richtig dickes Gras bzw. Buschwerk an den Randsteinen wegen fehlender Pflege und somit Unfallgefahr für Menschen) siehe GG (Grundgesetz) dann kann das nicht viel kosten, eigene Erfahrungen.

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