Eigenverantwortung als Ausrede der verantwortlichen Politik

ThomasEin Kommentar zum Artikel Rubikon: Die Verantwortungslüge

Eigenverantwortung ist ein beliebter Begriff bei unseren Politikern, um uns ein Gefühl zu vermitteln, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Verantwortung zu übernehmen ist jedoch auch gleichbedeutend, Schuld auf sich zu nehmen, wenn es mal nicht klappt. So versucht man den Bürger für ein Scheitern in der Gesellschaft mit zur Verantwortung zu ziehen und somit von seiner eigenen Verantwortung als Politiker abzulenken. So wird jedem offen gehalten sich verantwortungsvoll in seinem Konsum zu verhalten und angemessen auf ökologische oder soziale Probleme mit einzuwirken.

Welche Möglichkeiten hat der einzelne durch sein Verhalten?

Der Bürger bekommt viele Anreize von „Geiz ist geil“ bis „Fairtrade“, was ist nun richtig oder falsch? Dieses neoliberale Marketingkonzept dient nur dazu, der Wirtschaft dienlich zu sein und dem Bürger glauben zu lassen, dass die Politik sich um das Wohl der Bevölkerung bemüht. Nichts davon ist wahr und dient nur der kapitalistischen Industrie, Märkte zu erschließen und das mit dem Gewissen der Bürger. Als Bürger bist du in Notsituationen zudem gehalten erste Hilfe zu leisten, wenn sich zum Beispiel ein Mensch in Lebensgefahr befindet. Tut er das nicht, ist das unterlassene Hilfeleistung und führt zu einer strafrechtlichen Anklage. Wenn jedoch ein Staat die Rettung von Flüchtlingen ablehnt und politische Gründe dafür in den Vordergrund schiebt, sind kaum bis keine rechtlichen Schritte zu erwarten.

Das zeigt, dass unser angeblich demokratisches System alles andere als gleichberechtigt ist. Der Staat steht somit über der Bevölkerung und bildet selbst die Grundlage für ein Zweiklassensystem.


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