Die hilflose Entschuldigung

Katja Kipping: „… Deshalb bitte ich heute im Namen der LINKEN alle, die unter der Mauer gelitten haben, erneut um Entschuldigung. Ich bitte alle, deren Familien auseinandergerissen wurden oder die Angehörige verloren haben, um Entschuldigung. Ich bitte alle, die bespitzelt wurden, um Entschuldigung.“

Man kann nur hoffen, daß die Millionen Menschen, deren Familien aufgrund der barbarischen US/NATO-Kriege nach 1945 auseinandergerissen wurden, die ihre Geschwister, Großeltern, Eltern und Freunde verloren haben, die durch NSA und Co. bespitzelt wurden und werden, die aufgrund der EU-Mauer jämmerlich im Mittelmeer ersaufen oder in der Sahara verrecken mussten, die in geheimen US/EU-Foltergefängnissen verstümmelt wurden bzw. bis heute unauffindbar sind, auch so eine hilflose Entschuldigung von den wirklichen Verbrechern unserer Zeit erhalten.

Die selbsternannte Führungsriege der DDR bestand mit Sicherheit in der Mehrzahl aus durchgeknallten Polit-Psychopathen, die das heutige Niveau von Polit-Psychopathen jedoch nie erreicht haben, welches in seiner Absurdität, Verlogenheit, Korruption, Menschenverachtung und kriegsgeilen Wahnsinn vergebens seines Gleichen sucht. Da Frau Kipping unfähig ist, genau das zu erkennen und zu benennen, ist sie die größte Enttäuschung, was friedensbewegte Menschen von einer linken Partei respektive Bewegung überhaupt erhoffen können. Sie ist der Klotz am Bein einer echten linken Friedensbewegung, die ihre Kraft aus den Verfehlungen und Erfahrungen zweier Weltkriege schöpft und der Mitverantwortung des Versprechens von 1990, dass von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird. Sie tut der Partei „Die LINKE“ den größten Gefallen, wenn sie sofort und bedingungslos ihre politischen Ämter geeigneteren Politiker*innen der Partei wie z.B. Frau Dr. Wagenknecht zur Verfügung stellen würde.

Laut Michel Chossudovsky – kanadischer Professor der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Ottawa und James A. Lucas – US-Filmproduzent und Autor, haben die Regierungen der USA seit Ende des 2. Weltkrieges von 1945 bis heute, in 37 Ländern ca. 20 bis 30 Millionen Menschen durch Kriege, Regime-Changes inkl. völkerrechtswidrigen US-Sanktionen und Geheimdienstoperationen getötet bzw. ungleich vielmehr Menschen verletzt bzw. verkrüppelt. Die Opferzahlen im Libanon, in Syrien, im Jemen und in Libyen werden in der Studie „Kontinuierliche US-geführte Kriegsführung (1945-): Es gab keine „Nachkriegszeit“, nicht berücksichtigt. Allein der lang anhaltende „Krieg gegen den Terror“ der USA, hat laut Mnar Muhawash – US-Journalistin und Gründerin von MintPressNews, fast 8 Millionen unschuldiger Muslime das Leben gekostet. Laut UNHCR sind Ende 2018 neben Klimawandel und Kolonialismus 2.0, mittlerweile 70,8 Mio. Menschen (2014 = 51,2 Mio.) aufgrund von Kriegen, bewaffneten Konflikten – die durch Waffenlieferungen an bzw. Ausbildung diverser Terror-Milizen wie Taliban, IS, ISIS, Al-Qaida, Tagfir und Co. befeuert werden, auf der Flucht.

Mathias Tretschog – Freier Journalist – www.us-kriege.de


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