Die Hamburg-Wahl und die jubelnden Verlierer

Tagesspiegel: „Thüringen beschäftigt die Linke mehr als Hamburg. An der Elbe freut man sich über Verluste der anderen – ansonsten dreht sich alles um die Vorgänge in Erfurt.“

Die Linken jubeln, als hätten sie eine Wahl gewonnen. Aber sie haben nicht mal entscheidend Wählerstimmen dazu bekommen. Es ist der Jubel über etwas, das sich lediglich beschränkt auf die Verluste anderer Parteien. Was für ein spärlicher „Erfolg“, der nicht mal deren Hinzutun bedurfte. Auch die SPD jubelt, obwohl sie massiv Wähler verloren hat. In keinster Weise Grund zum Jubel. Die Wahl in Hamburg sagt auch viel aus über die katastrophale Entwicklung der Sozialdemokratie in Deutschland. Die SPD sieht sich trotz einer geschrumpften Mehrheit als Sieger und erkennt darin auch noch ein positives Signal für den Bund. Die Grünen sind eine reine Modeerscheinung und bauen auf ein nachhaltiges ökologisches Wirtschaftswachstum, welches es nie geben kann. Das ist reinste Augenwischerei und lenkt von den wirklichen sozialen und ökologischen Problemen in diesem Land ab. Die CDU fühlt sich mal wieder falsch verstanden und verzettelt sich immer mehr durch ihre sture neoliberale Haltung. Der Linken fehlt das richtige Zugpferd in der Person einer Sahra Wagenknecht. Die FDP und AfD, welche an der 5% Hürde herum dümpeln, beginnen sich mit ihren Machtspielchen auf Thüringer Art selbst zu zerlegen.

Was Deutschland jetzt braucht ist ein völliges Umdenken in unserer Gesellschaft, welche begreift, von den Regierenden nur als Mittel zum Zweck missbraucht zu werden. Mit dem Ende des kalten Krieges begann erst diese unsägliche Misere, gefördert vom globalen Kapital, welches nun versucht den gesamten Globus zu beherrschen. Sozial existiert nur noch auf dem Papier. Längst haben die kapitalistischen Kraken auf der Welt das Sagen und die neoliberale Politik in Berlin erzählt uns bis heute das Märchen von der sozialen Marktwirtschaft. Von wegen der Markt regelt sich selbst, der kapitalistische Markt bestimmt unser Leben und wir sind die Leibeigenen dieses Systems.


© post image G.Wendt/dpa | header image commons.wikimedia.org – CC BY-SA 3.0

Ein Gedanke zu „Die Hamburg-Wahl und die jubelnden Verlierer“

  1. Ich kann dem voll zustimmen. Inhalte dieses geforderten Umdenkens und vor allem Handelns müssen sein: Denen, die uns beherrschen, ihre Herrschaftsinstrumente aus der Hand nehmen, als da beispielsweise sind das Eigentum an ehemals deutschen Großbetrieben durch internationale Finanzkonzerne, NATO- und EU-Mitgliedschaft. Erst wenn wir das beenden und durch eine selbstbestimmte Politik im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung ersetzen, haben wir eine Zukunftschance.

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