Die Geste der Demut, die um die Welt ging

Vor 49 Jahren erkennt der damalige Bundeskanzler Willy Brandt bei seinem Besuch in Warschau die polnische Nachkriegsgrenze an und bittet mit einem Kniefall im Namen des deutschen Volkes um Vergebung.

Willy Brandt: „Ich konnte letztlich nichts anderes tun als ein Zeichen zu setzen, ich bitte als einer, der nun nicht, um es so zu sagen, gerade zu einer der wildesten Anhängern von Hitler gehört hat, ich bitte für mein Volk um Verzeihung, bete auch darum, dass man uns verzeihen möge.“

Willy Brandt hat mit dieser Symbolhandlung für das Ansehen der Deutschen in der Welt mehr getan als viele Regierungen zusammen mit ihrem guten Willen und ihrer „guten“ Politik bewirkt haben. Für seine Ostpolitik auf Grundlage der Versöhnung erhält Willy Brandt wenig später den Friedensnobelpreis. Der Kniefall von Warschau wird sein Bild für alle Zeiten prägen.


Originaltext: Focus

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