Die „gemachten“ Feindbilder

ThomasEin Kommentar zum Artikel Rubikon: Die deutsche Doppelmoral

Die Macht der Medien kennt keine Grenzen und ist die geheime Waffe der Politik. Warum werden die Krawalle in Frankreich nicht medienwirksam hinterfragt und der Bürger pauschal als Unruhestifter verurteilt? Die Antwort ist einfach, die französische Regierung pflegt ein inniges Verhältnis zur deutschen Bundesregierung und steht unter deren Schutzmantel. In Russland sieht das schon anders aus, ist doch Russland der erklärte Feind der „demokratischen“ westlichen Welt. Werden dort Bilder von Gewaltübergriffen zwischen Demonstranten und Polizei bekannt ist automatisch der Staat der vermeindliche Aggressor. So bewahrt man sich das Feindbild Russland und rechtfertigt damit seine doch so „demokratische“ Politik.

Unser Unterbewusstsein reagiert am stärksten auf Bilder. Und solche, die zeigen, wie Demonstranten von hochbewaffneten Polizisten abgeführt werden, sind nicht

Im aktuellen Fall in Russland, geht es um die im September anstehenden Stadtparlamentswahlen. Aus formalen Gründen sind dort mehrere Oppositionspolitiker nicht zu den Wahlen zugelassen, weil diese nicht das nötige Mandat dazu hatten. Diese Wahlregeln gibt es ebenso in Deutschland. Die Demonstration in Moskau war von den Behörden genehmigt worden, jedoch nicht an diesem Ort. Die Behörde schlug einen anderen Platz vor, welcher von manchen Oppositionellen jedoch nicht akzeptiert worden war und so kam es zu den Ausschreitungen. Bemerkenswert ist noch, dass die Verletzung des Versammlungsrechts in Russland lediglich eine Ordnungswidrigkeit ist. In Deutschland ist das bereits eine Straftat. Darüber berichtet hier auch niemand in den öffentlichen Medien.


© headerimage: ard

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