Das Renten-Theater der Groko

Mit viel Tamtam wurde die Einigung der Groko auf die Grundrente vor einigen Monaten verkündet. Wer geglaubt hat, die Grundrente sei jetzt in trockenen Tüchern, wird wieder eines Besseren belehrt. Die CDU-Vorsitzende, die „Waffengret“, fordert zusätzlich 35 Milliarden für die Bundeswehr, blockiert aber die Grundrente: „Die Finanzierung steht noch nicht.“ Schließlich gab sie schon vor einiger Zeit zum Besten: „Wir haben ein Sicherungssystem aufgebaut, das heute an die Grenzen des Machbaren und Möglichen stößt.“

Oskar Lafontaine: Das Renten-Theater der Groko ist für die Leute, die ein Leben lang gearbeitet haben, unerträglich.

Und die „rote Null“, Finanzminister Scholz, hat einen Überschuss von 13,5 Milliarden Euro in diesem Jahr. Aber für Rentner ist kein Geld da?

Merkwürdig: In unseren Nachbarstaaten ist Geld da. In Österreich hat der Durchschnitts-Rentner 800 Euro mehr im Monat. 2018 bekamen bei uns Neurentner im Schnitt 1199 Euro. Das Renten-Theater der Groko ist für die Leute, die ein Leben lang gearbeitet haben, unerträglich.

Jetzt hilft nur noch eins: Die Bundestagsdiäten sollten nicht nur an die durchschnittliche Lohnentwicklung, sondern auch an die durchschnittliche Rentenhöhe gekoppelt sein. Wie wäre es, wenn sie zum Beispiel nicht mehr als das Siebenfache der Durchschnittsrente betragen dürften? Wetten, dass die Renten dann bald spürbar steigen und die Volksvertreter, nachdem sie die gesetzliche Rente zerstört haben, wieder ihre Verantwortung für die ältere Generation entdecken würden?

Warum nehmen wir uns nicht an den Protesten in Frankreich ein Beispiel?

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5 Gedanken zu „Das Renten-Theater der Groko“

  1. Lieber Oskar. Solange ich denken kann, frage ich mich genau das. Warum sind wir nicht wie die fortschrittlichen Franzosen. Wahrscheinlich sind wir einfach zu faul uns zu organisieren. Deshalb, gründet doch bitte, basierend auf Aufstehen ein neues Bündnis, das zu den nächsten Wahlen antritt. Wo man auch hinhört, man würde dieses Bündnis unter eurer Führung wählen

  2. es wird nicht demonstriert, weil FfF sich schon umsonst die Schuhsohlen abläuft…
    leider bringen Demos nix … siehe FfF und VIELE andere Beispiele… daher:
    es wird Veränderungen nur über eine neue total demokratische transparente Partei geben…
    – jede/r in dieser Partei darf (Anzahl+Länge-begrenzt nach Abstimmung-praxistauglich) Vorschläge machen
    – jede/r in dieser Partei vergibt seine Punkte (jeder erhält z.B. 100 pro Jahr…)
    – praxistauglich / ideologiefrei / unangreifbar / ggf. über positives-Schneeballsystem ohne Strom möglich…
    – gewählte Abgeordnete müssen sich an die priorisierten Vorschläge halten – sonst Abwahl durch nächste Umfrage
    – auch Punktesystem für Kandidaten – somit keine Listen-Kungelei ab ca. 200.000 Mitglieder möglich – das ist erst der Anfang!!!
    – … und diese Idee verbreitet wird … dann kann diese Partei in 6 Jahren die Mehrheit im Bundestag erhalten!
    UND: keine Beamten / Leute aus der Verwaltung wählen … und der Abgeordnete muss mindestens 5 Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet haben …+ guter Leumund…?

  3. Das Renten-Aktienroulette alles oder nichts läuft bereits zumindest in der EU!
    Alle für einen funktioniert anscheinend nur im Roman über die 4 Musketiere aber nicht in der deutschen Politik. Wenn alle in einen Topf schmissen wäre mit wenig Verwaltungsaufwand alles möglich für eine Höchstrente sowie für eine Mindestrente. Aber das Framing läuft, wer so etwas als Besserverdienener zulasse, wäre doof! Und wer ist schon freiwillig so?

  4. „Die Bundestagsdiäten sollten nicht nur an die durchschnittliche Lohnentwicklung, sondern auch an die durchschnittliche Rentenhöhe gekoppelt sein“ – Damit würde das Eigeninteresse unserer Repräsentanten an das Interesse der Repräsentierten gekoppelt. Das wäre ein demokratischer Fortschritt.

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