Couragiert gegen den Strom

Sahra Wagenknecht im Interview zu ihrem Buch "Couragiert gegen den Strom".

Politisch gegen den Strom mit Kraft und Mut

Sahra Wagenknecht: „Wenn man sich die Welt anschaut, 8 Superreiche haben mehr Vermögen als die Hälfte der Weltbevölkerung. Das ist doch krank, und das zeigt auch, dass diese Wirtschaftsordnung krank ist. Und selbst in einem Land, das so reich ist wie Deutschland, wo die Wirtschaft brummt, wo die großen Unternehmen mehr verdienen als je zuvor, gibt es immer mehr schlecht bezahlte unsicherere Arbeitsverhältnisse. Menschen haben Angst vor Altersarmut. Wir haben miserabel ausgestattete Schulen für unsere Kinder und ich finde, das darf man nicht hinnehmen, damit darf man sich nicht abfinden und das ist für mich die Motivation, hier etwas zu ändern.“

8 Gedanken zu “Couragiert gegen den Strom”

  1. Die Wirtschaftsform des Kapitalismus immer wieder an den Pranger zu stellen, ohne den ehemaligen Existenzkampf der DDR – Planwirtschaft gegen den Westen, als einmaliges Eperiment in der deutschen Geschichte zu erwähnen, hat die Linke zu dem gemacht, was sie heute ist… Der Traum, sich den Konzernen als Politiker couragiert entgegenstellen zu können, bringt weder einen linken Wähler, noch eine Chance auf Veränderung. Das Programm der Linken hatten wir auf unseren Wandzeitungen, – von da hätte sie uns abholen und zu unserer Geschichte stehen müssen; mit unserer Sorge um die westlichen Abwerbungen, der Unterwanderung unserer gesellschaftlichen Bereiche,unserem irrsinnigen Mauerbau und der Stasi… Der Osten würde heute Links wählen – für eine starke Opposition! Mehr geht nicht – .

  2. Kaum zu glauben wie weit Wir Uns schon entwickelt haben …
    wieder mal hat die Seuche GIER zugeschlagen und kaum Wer bemerkt es … Diese unerkannte Seuche wird Unser Untergang sein.
    Und Wir betreiben maximal Symptombekämpfung.

    • Leider muss ich dir recht geben, Deutschland sehe ich jetzt schon dem Untergang entgegen gehen, das Tempo ist rasant!Wann steht das Volk endlich auf!!

  3. die allgegenwärtige dummheit und die unfähigkeit das böse in der menschlichen seele zu erkennen .geschweige zu beherrschen ist das grundübel menschlichen daseins . schafft es der mensch nicht das zu überwinden . wird er … verschwinden .

  4. So klar, so richtig. Ich wähle die Linke – auch wegen Sahra Wagenknecht. Und weil es keine andere Partei gibt, die solche Ideale vertritt wie sie. Danke Sahra für dieses Video, und für Dein Buch! Das wird jetzt gleich bestellt!
    Reina Ilona Vildebrand, Songschreiberin, Musikerin, Autorin

  5. Die ehemalige DDR und die Sowjetunion sind gescheitert: wohl wahr.
    Dabei wird aber gern vergessen, dass viele Menschen, unsere Väter, die aus einem furchtbaren Krieg gekommen waren. Auch jungen Menschen, leuchtete ein, daß zwischen Krieg und dem heiliger Besitzterhaltung ein Recht enger Zusammenhang besteht – sehr schön bei Castorp an der Volksbühne: „wie man ein Arschloch wird“ – , aber auch bei Kästner, A.Zweig, Feuchtwanger und v.a. Brecht, entlarvt.
    Und hat man vergessen, wie in Anbetracht der Existenz eines solchen gegen Entwurfes, eine friedlichere Welt eingerichtet wurde, (Helsinki, Willy Brandt, Atomverträge, Abrüstung, Ständige Zusammenkünfte), die, nachdem Der Gegenentwurf niedergerungen worden war, das Gesicht des Kapitalismus wieder in seiner vollen Dreistigkeit zeigen: zunächst mit dem Rückbau aller Friedensbemühungen.

    Einverstanden: wir sind idR. keine Guru’S auf dem Weg ins Nirwana. Jeder Mensch will etwas besitzen und muss es wohl auch.
    Nun stellt sich freilich immer mehr heraus , dass die bisherige Form der Demokratie das eben gerade nicht leisten kann.
    Woher sollen die immer Reicheren es denn nehmen, wenn sie es nicht von den immer ärmer werdenden wegnehmen – ob als Chancenzerstörung oder Relal :„Bankenrettung“, Zinsentwertung?

    Und wieder sind wir nahe am Krieg!

    Gescheitert ist die DDR, ebenso und dieser wird Union, nicht an ihrer Staatsform in der Diktatur. Natürlich war diese Diktatur für innenpolitische Kritiker sehr unerfreulich.
    Gescheitert ist dieser Versuch , Eine kommunistische Idee gegen das Privateigentum durchzusetzen, an der Wirtschaft.
    Spätestens heute zeigt sich aber, dass die Jubelrufe der Demokratie und der der Jubel der „friedlichen Revolution“ Sehr stark auch den vollen Regalen der westdeutschen Warenhäuser galt.
    Und man übersieht gelegentlich, dass diesem sozialistischen System ein sehr heftiger Gegenwind entgegen schlug, der sich schon vor dem Mai 1945 aufgemacht hatte: der Kommunismus war der Feind Nummer eins, von dem
    Ziemlich verlogen die Freiheit des Menschen in der Demokratie gegenüber gestellt wurde.
    Verschwiegen wurde, dass es allein die Freiheit der reichen gemeint war.
    Und vor allem: eine Scheiß Angst seinen Besitz infrage gestellt zu sehen.
    Es scheint mir etwas kindlich,Für die Zukunftsfrage der Menschheit immer die Etwas pauschal bewertet, Negativ Beispiele herauszusuchen.
    Der Kapitalismus steht ganz ohne Zweifel zurecht am Pranger: es sei denn man wäre blind für die Zukunft dieses Planeten.
    Und er kann nicht dadurch exkulpiert werden, dass Gegebewegungen gescheitert sind.
    In dieser Logik wäre etwa ein Bergsteiger, der an einer bestimmten Passage mehrfach scheitert, gut beraten, es doch einfach sein zu lassen.
    Wir dürfen an dieser Stelle getrost auf die Erwiderung des Bergsteigers verweisen…

  6. Ohne die Wiedervereinigung zu negieren, nicht nur Kapitalistische Systeme sind immer zum Scheitern verurteilt, wenn Strukturell umverteilt wird von Arm zu Reich.
    Also Systematisch durch die Exponentialformel, und mögliche Bodenspekulation
    Die Wiederherstellung der Sozialen Marktwirtschaft braucht ein stabiles Fundament.
    Dazu wäre die Exponentialfunktion aus dem System zu entfernen und der Boden ist Spekulation zu befreien. Darauf kann man nachhaltig eine „FAIRCONOMY“ aufbauen.
    Ich würde mir wünschen von meiner Partei „Die Linke“ das dies auch explizit so im Programm zu finden wäre.
    Im übrigen ein sehr gutes Interview.

  7. Alle Extreme sind nicht gut. Es hat der Welt immer gut getan, den goldenen Mittelweg zu wählen. Ich sehe eine Zukunft für dieses Land nur, wenn im oberen Bereich zu große Vorteile reduziert werden und die Mächtigen von Wirtschaft (und Politik ?) ein gesundes Verhältnis im Lebensstandard der Menschen schaffen. Anderenfalls wird es neue Mauern und Kriege geben, die Keinem gut tun…

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